Reichsmark
Die Reichsmark war die Währung in Deutschland von 1924 bis 1948. Die Reichsmark wurde in 100 Reichspfennig unterteilt.

Die Reichsmark wurde 1924 als dauerhafter Ersatz für die Papiermark eingeführt. Dies wurde durch die Deutsche Inflation der 20er Jahre notwendig, welche 1923 ihren Höhepunkt erreicht hatte. Der Wechselkurs zwischen der alten Papiermark und der Reichsmark lag bei 1 : 1 Billion.

Um die Wirtschaft stabil zu halten und den Übergang zu erleichtern, wurde die Papiermark nicht direkt durch die Reichsmark ersetzt, sondern durch die Rentenmark, eine vorläufige Währung, die von der Deutschen Rentenbank gestützt wurde. Die Reichsmark wurde dem

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Goldstandard hinzugefügt, bei einer Rate, die zuvor für die Goldmark gegolten hatte, und einem Dollar-Reichsmark-Verhältnis von 1 : 4,2.

Nach dem Zweiten Weltkrieg befand sich die Reichsmark in Deutschland noch immer in Umlauf, und neue Banknoten sowie Münzen, die in den USA und der UdSSR hergestellt wurden, kamen hinzu. Die Reichsmark wurde 1948 in West-Deutschland im Zuge einer Währungsreform durch die Deutsche Mark und in Ost-Deutschland im selben Jahr durch die Ostdeutsche Mark ersetzt.

Münzen

1924 wurden Münzen mit Nominierungen von 1, 2, 5, 10 und 50 Reichspfennig eingeführt sowie 1 und 3 Mark (nicht Reichsmark). Die 1 und 2 Reichspfennige wurden in Bronze geprägt, die 5, 10 und 50 Reichspfennig in Aluminiumbronze und die zwei höchsten Nominierungen in 50% feinem Silber.

1925 wurden 1 und 2 Reichsmarkmünzen mit 50% feinem Silber in Umlauf gebracht sowie die ersten 3 und 5 Reichsmark-Gedenkmünzen. 1927 wurden 50-Reichspfennig-Münzen aus Nickel zusammen mit normalen 5-Reichsmark-Münzen eingeführt, gefolgt von der 3-Reichsmark-Münze 1931.

Die Qualität der Reichsmarkmünzen verschlechterte sich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs immer mehr, und es kam zu vielen Fehldrucken. Dies führte zu einer Vermehrung von Falschgeld, was aber aufgrund des anhaltendes Krieges keine allzu große Wirkung auf die Wirtschaft hatte.

Nach dem Krieg ließen die Alliierten zwischen 1945 und 1948 Münzen in relativ kleinen Zahlen prägen; von 1945-1946 1 und 10 Reichspfennig und von 1947-1948 5 und 10 Reichspfennig. Diese Münzen wurden mit einem ähnlichen Design wie die von 1944-1945 versehen, mit der Ausnahme, dass auf der Rückseite das Hakenkreuz unterhalb des Adlers entfernt wurde.

Scheine

Die ersten Reichsmark-Geldscheine wurden durch die Reichsbank und Staatsbanken wie die von Bayern, Sachsen und Baden eingeführt. Die ersten Ausgaben der Reichsbank kamen in Nominierungen von 10, 20, 50, 100 und 1000 Reichsmark. Danach kam es zwischen 1929-1936 zu einer zweiten Ausgabe mit denselben Nominierungen.

1939 wurde ein 20-Reichsmark-Geldschein mit einem Design von einer unveröffentlichten 100-Schilling-Banknote aus Österreich eingeführt. Anschließend kamen 1942 5-Reichsmark-Banknoten in Umlauf. Während dieser Zeit druckte die Rentenbank auch Banknoten, die in Rentenmark angegeben waren, hauptsächlich kleinere Nominierungen.

Nach der Besetzung Deutschlands führten die Allierten Banknoten mit dem Datum 1944 ein. Diese wurden mit ähnlichen Farben mit unterschiedlichen Größen für die verschiedenen Nominierungen gedruckt. Die Banknoten hatten Nennwerte von 1/2, 5, 10, 20, 50, 100 und 1000 Mark (nicht Reichsmark).

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