Ebenso wie Platin hat Palladium ausgezeichnete katalytische Eigenschaften und wird oft als Katalysator benutzt, wie z.B. bei katalytischen Konvertern in Autos, bei der organischen Chemie und bei anderen Reaktionen.
Geschichte von Palladium
Der britische Chemiker W. H. Wollaston entdeckte 1803 das Palladium, als er erfolgreich eine Methode ausarbeitete, Palladium von rohem Platinerz zu trennen. Er benannte das Metall nach dem Asteroiden "Pallas", der ebenfalls um dieselbe Zeit herum entdeckt wurde.
Herstellung von Palladium
Palladium wird als freies Metall zusammen mit Gold und anderen Metallen der Platingruppe legiert in Platinerzen vorgefunden, und große Mengen von Palladium werden als Nebenprodukt von Platin- und Goldausgrabungen hergestellt. Das Verhältnis von Platin und Palladium in diesen Erzen kann dabei deutlich variieren und ist von der Lage der Schichten abhängig.
Nickel-Kupfer-Schichten enthalten ebenfalls Spuren von Palladium. Obwohl der Anteil von Palladium in diesen Erzen ziemlich gering ist, lohnt sich die Ausgrabung alleine schon wegen der gigantischen Mengen an Nickel-Kupfer-Erz, die dabei verarbeitet werden.
Anwendungen in der Industrie
Wie die anderen Metalle der Platingruppe besitzt Palladium viele derselben Eigenschaften, die auch Platin aufweist, wie z.B. die Härte, einen hohen Schmelzpunkt und ausgezeichnete katalytische Eigenschaften. Aus diesem Grund sind die Anwendungen von Palladium in vielerlei Hinsicht dieselben wie für Platin, und Palladium wird dabei oft dem Platin vorgezogen, da es billiger ist.
Wie Platin wird Palladium u.a. bei der Schadstoffkontrolle und der chemischen Verarbeitung in elektronischen Geräten verwendet. Im Gegensatz zu Platin wird Palladium bei Schmuck hauptsächlich als Härtemittel in Platinlegierungen verwendet, und reines Palladium wird man selten in Schmuck vorfinden, trotz großer Bemühungen, Palladium als brauchbare Alternative zu Platin darzustellen.
Die Hauptanwendungen von Palladium in der Industrie sind:
Da Palladium im Gegensatz zu den anderen Edelmetallen ein ziemlicher Neuling auf dem Markt ist, fallen die möglichen Optionen für Anleger eher geringer aus als bei den anderen Metallen.
Eine Möglichkeit, um in Palladium zu investieren, ist z.B. der Kauf von Palladiummünzen. Die 1-Unzen-Münzen können beispielsweise bereits für ca. 200-300 Euro erworben werden. Palladiummünzen stellen daher für den "kleinen" Palladiumanleger eine verbreitete Anlagemethode dar.
Ausser den Palladiummünzen gibt es auch Palladiumbarren, die meist nur knapp über dem Spotpreis für Palladium gehandelt werden, wobei diese allerdings nicht so leicht erhältlich sind wie die Münzen.
Der Besitz von physisichem Palladium, wie Palladiummünzen und Palladiumbarren, ist eine gute Methode, ein wenig in Palladium zu investieren. Ausserdem fallen auch keine Lagergebühren an, da man das Palladium zuhause aufbewahren kann.