Karat
Die Reinheit von Gold wird in Karat gemessen. 24 Karat entspricht dabei Feingold, jedoch bedeutet diese Reinheit, dass das Gold teurer und ausserdem auch weniger stabil ist, als wenn es mit anderen Metallen legiert wird.

Für Goldschmuck werden daher verschiedene Legierungen benutzt, um die Standfestigkeit des Goldgegenstandes zu erhöhen und auch um die Farbe zu verändern.

Die Karatzahl des Goldschmucks definiert den Prozentsatz des enthaltenen Goldes: 24 Karat ist (theoretisch) 100%, 18 Karat ist 75% und 14 Karat ist 58% reines Gold.

Wenn Sie daher Goldschmuck vergleichen, dann steigt sein Wert, je höher seine Karatzahl ist.

Im folgenden eine Tabelle mit den einzelnen Karatzahlen und den entsprechenden Prozentwerten:
Wenn Sie vorhaben, Goldschmuck zu kaufen, achten Sie immer auf die Markierung mit der Karatzahl. Bei gleichem Zustand ist Goldschmuck mit einer höheren Karatzahl immer teurer. In den USA ist 14-karätiges Gold sehr weit verbreitet, in Europa 18-karätiges Gold, welches durch seine gelbe Farbe optisch sehr ansprechend wirkt.

Zusätzlich zur Karatzahl sollte jeder Goldschmuck auch noch eine Eingravierung mit dem Namen des Herstellers und manchmal auch noch das Ursprungsland enthalten. Diese Markierungen versichern Ihnen, dass Sie es mit echtem Gold zu tun haben. Schwerere Stücke enthalten auch mehr Gold.

Die modernen Goldmünzen variieren in ihrer Karatzahl; z.B. enthält der berühmte Krügerrand und auch der American Eagle 22 Karat Gold, andere Münzen wie der Wiener Philharmoniker, der Maple Leaf oder die Panda Goldmünzen aus China enthalten 24-karätiges Gold. Goldbarren bestehen zumeist aus 24 Karat Gold.

Goldfarben

Gelbes Gold wird mit Silber und Kupfer legiert; dies ist die verbreitetste Form von Gold und ist sehr stabil.

Weißes Gold entsteht durch eine Legierung mit einem hohen Anteil an Silber oder einer Auswahl anderer weißlicher Metalle. Der Gehalt des Gold variiert natürlich je nach Anteil anderer Metalle am Gesamtgegenstand. Weißes Gold reflektiert sehr stark und trübt nicht.

Rötliches Gold entsteht durch die Legierung mit Kupfer. Das Verhältnis beträgt dabei in etwa 1/4 Kupfer und 3/4 24-karätiges Gold.

Der Goldpreis

Der Goldpreis eines Gegenstandes ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie der Karatzahl, dem Gewicht (z.B. in Gramm oder Unze), dem Design sowie auch einer Händlerprämie beim Verkauf. Die Karatzahl sowie das Gewicht verraten ihnen zwar, wieviel Gold in einem Gegenstand enthalten sind, sollten aber nicht als alleiniges Maß zur Bestimmung des Preises herangezogen werden.

Besonders bei Goldschmuck zahlen Sie hier einiges mehr für die Verarbeitungskosten. Beim Verkauf erhalten Sie somit auch immer weniger als den aktuellen Goldpreis. Bei den Anlagegoldmünzen und den Goldbarren verläuft der Preis meistens nur 5-10% über dem Goldpreis, da z.B. nur die wenigsten der klassischen Anlagemünzen einen Seltenheitswert besitzen. Auch fallen die Verarbeitungskosten geringer aus als beim Goldschmuck. Selbst die Goldmünzen mit einer hohen Karatzahl von 24 sind nicht wesentlich teurer als andere, "unreinere" Goldmünzen.

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