Der Goldstandard
Gold wurde bereits seit der frühesten Vergangenheit als Geldwährung benutzt, und der Goldstandard war der Name für ein spezielles Währungssystem, in dem bestimmte Banknoten
bzw. Münzen jederzeit gegen eine feste Menge Gold eingetauscht werden konnten. Mit anderen Worten konnte ein Bürger eines Landes, in dem ein Goldstandard herrschte, einfach in die nächste Bank gehen und all sein Bargeld gegen die entsprechende Menge Gold eintauschen.

Da Gold bereits seit Menschengedenken ein überall heißbegehrter Gegenstand ist und wir Gold nicht einfach vermehren können (wir können nur nach mehr Gold graben, das unter der Erde versteckt liegt), wurde sein Wert auch nie in Frage gestellt. Anders ausgedrückt ist es schwer vorstellbar, dass Gold jemals seinen gesamten Wert verlieren wird, da es von diesem Edelmetall einfach nicht genug gibt.

Genau das ist die Logik, die hinter den erfolgreichen Währungen der Weltgeschichte steckt. Es muss eine Nachfrage geben, die weit

Zurück von Goldstandard zu Goldpreis Zurück von Goldstandard zur Hauptseite unzengold.de
größer ist, als durch das Angebot gedeckt werden kann. Das ist es schließlich, was ein Transaktionsmittel erst so wertvoll macht.

Heutzutage gibt es keinen wie auch immer gearteten Goldstandard mehr; stattdessen gibt es nur noch Papiergeld und an sich wertlose Münzen, die per Gesetz als einzig legales Zahlungsmittel dem Bürgern auferlegt wurden und nur auf diese Weise das Vertrauen der Menschen genießen. Gold spielt zwar bei vielen Menschen immer noch eine große Rolle, allerdings nicht mehr als Transaktionsmittel oder in der Rolle eines Goldstandards.

Die Einführung des Goldstandards

Der erste (inoffizielle) Goldstandard wurde 1717 in Großbritannien durch Isaac Newton eingeführt, der den Goldpreis auf 3 Pfund, 17 Schillinge, und 10 1/2 Pennys per Standardunze (22 Karat) festlegte, was 4 Pfund, 4 Schillinge, und 11 1/2 Pennys per Feinunze Gold entsprach.

Obwohl Silber, das zuvor das Hauptwährungsmittel im Land darstellte, nicht aus dem Geldverkehr herausgenommen wurde, begann es von nun an, langsam aus dem Verkehr zu verschwinden. Großbritannien etablierte 1821 nach den napoleonischen Kriegen durch die Einführung des Sovereign als Standardmünze schließlich einen offiziellen Goldstandard.

Das restliche Europa blieb jedoch bis 1870 beim Silberstandard, bis der große Strom von Gold aus Amerika und Australien auch Gold als nützliche Währung erscheinen ließ. Deutschland wechselte 1871 zum Goldstandard, Skandinavien folgte 1874, die Niederlande 1875, Frankreich und Spanien 1876, und Russland 1893.

Amerika blieb bei einem bimetallischen Standard, bis es 1900 durch den sogenannten "Gold Standard Act" mit Gold als Hauptwährung abgelöst wurde. So befanden sich schließlich 59 Länder in einem Goldstandard, wobei China die einzige Ausnahme darstellte und seinen Silberstandard beibehielt.

Der Blütezeit des Goldstandards war jedoch nur von kurzer Dauer, und mit dem Aufkommen des 1. Weltkrieges im Jahre 1914 stellten die meisten Länder die Goldzahlungen ein und sparten ihre großen Goldreserven lieber für den Krieg. Wie man sich denken kann, fanden viele dieser Reserven nicht mehr zu ihren ursprünglichen Besitzern zurück.

Der Untergang des Goldstandards

Großbritannien verabschiedete sich 1919 offiziell vom Goldstandard, und obwohl während der 20er Jahre noch einmal versucht wurde, den Goldstandard wiederzubeleben, wurde der Goldmünzenverkehr eingeschränkt, und viele Banken begannen, Teile ihrer Reserven in Hauptwährungen, wie dem Dollar oder dem Pfund Sterling, einzubehalten, da sie diese weiterhin in Gold umtauschen konnten. Auf diese Weise enstand der sogenannte "Goldwechselstandard".

Großbritannien stieg 1926 auf eine neue Version des Goldstandards um, bei dem der Goldpreis immer noch wie im Jahr 1717 bei 4 Pfund, 4 Schillinge, und 11 1/2 Pennys per Feinunze lag; Banknoten konnten jedoch nicht mehr in Goldmünzen, sondern nur noch in 400 Unzen schwere "Good Delivery" Goldbarren eingetauscht werden. Auch diesen Goldstandard verließ Großbritannien im Jahre 1931 wieder, und die meisten europäischen Nationen folgten Anfang der 30er Jahre dem Beispiel Großbritanniens.

Amerika verabschiedete sich im März 1933 vom Goldstandard und verbot den Privatbesitz sowie den Export von Gold. Lediglich der Export an anerkannte Zentralbanken sowie Regierungen wurde erlaubt. So entstand der sogenannte Dollar-Gold-Wechselstandard, bei dem der amerikanische Bürger seine Dollars bei der Federal Reserve Bank gegen Gold einhandeln konnte. Dieser "Goldstandard" wurde 1944 mit dem Bretton-Woods-System gefestigt und dauerte bis 1971 an, als er von Richard Nixon schließlich aufgelöst wurde.

eXTReMe Tracker
Suche:
[Most Recent Quotes from www.kitco.com]
[Most Recent Quotes from www.kitco.com]
Weitersagen
Gefällt Ihnen diese Seite? Dann empfehlen Sie sie doch weiter: