Dabei bezeichnet die Feinunze nur den Goldgehalt der Münzen, nicht jedoch ihr Gesamtgewicht, welches je nach Reinheitsgrad (Karat) der Goldmünzen mehr oder weniger darüber liegt, da die Münzen noch mit anderen Metallen, wie Zink oder Kupfer, oder auch Silber legiert werden.
Daneben gibt es noch die "normale" Unze, die ein Handelsgewicht ist. Sie beträgt etwas weniger als die Feinunze, nämlich 28,35 g (ca. 10% weniger als die Feinunze). Prinzipiell wird der Goldpreis aber, wie gesagt, nicht in dieser normalen Unze angegeben, sondern in der Feinunze. Im deutschen Sprachgebrauch wird aber meistens dennoch lediglich von einer Unze Gold geredet, auch wenn es sich, korrekter ausgedrückt, um eine Feinunze handelt.
Die Herkunft der Feinunze
Den englischen Namen "troy ounce" hat die Feinunze von der altfranzösischen Stadt Troyes. Dieser Name diente als Basis der Gewichtseinheit für Münzen im mittelalterlichen Großbritannien und wurde durch Henry II. von England eingeführt.
Zu dieser Zeit basierte der Großteil des englischen Verwaltungswesens auf den französischen Maßeinheiten. Der Penny entsprach dabei wortwörtlich dem Pennygewicht für Silber (1/20 Unze, bzw. 1,56 g).
Ein Pfund Sterling entsprach 20 Schillingen, und jeder Schilling entsprach dabei wiederum 12 Pennys. Ein Pfund Sterling ist also genau 240 Pennyweights (Pennygewicht), bzw. ein Feinpfund Silber.