Euro-Goldmünzen
Mit der Einführung des Euros 2002 sind mehrere Gedenkgoldmünzen von den verschiedenen Ländern der EU herausgebracht worden. Diese Goldmünzen sind allerdings nicht wie die normalen Euromünzen in der gesamten EU-Zone als legales Zahlungsmittel gültig, sondern nur in dem Land, in dem sie hergestellt wurden.

Das bedeutet, dass Sie z.B. mit einer 100-Euro-Goldmünze aus Deutschland nicht in Spanien oder Belgien einkaufen können. Da der reine Goldpreis allerdings höher ist als der Nominalwert auf den Münzen, ist es sowieso nicht ratsam, mit diesen Goldmünzen tatsächlich einkaufen zu gehen.

Zu den deutschen Euro-Gedenkgoldmünzen gehören 8 verschiedene 100-Euro-Goldmünzen sowie lediglich eine 200-Euro-Goldmünze, die im

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Jahr 2002 herausgebracht wurde. Als Motive wurden jeweils UNESO Welterbestädte aus Deutschland gewählt, wie z.B. die Münze von 2008 für die Stadt Goslar.

Die 100-Euro-Goldmünzen bestehen jeweils aus 1/2 Unze Gold (ca. 15,55 g) und die 200-Euro-Goldmünze aus 1 Unze Gold (ca. 31,1 g). Beide Münzen haben einen Feingehalt von 99,99%. Die deutschen Euro-Goldmünzen wurden in fünf verschiedenen Prägestätten hergestellt, die jeweils durch einen Buchstaben über oder unter dem deutschen Adler gekennzeichnet wurden. Sie stehen jeweils für:

A = Berlin
D = München
F = Stuttgart
G = Karlsruhe
J = Hamburg

Seit 2010 hat das deutsche Finanzministerium Pläne für die Herstellung von 20-Euro-Goldmünzen für einen Zeitraum von sechs Jahren. Die Motife der Münzen behandeln das Thema des "Deutschen Waldes". Die Münzen werden zu 1/8 Unze aus Gold bestehen (ca. 3,9 g) bei einem Feingehalt von 99,99% und einem Durchmesser von 17,5 mm. Die erste 20-Euro-Goldmünze wurde im Juni 2010 mit einer Auflage von 200.000 Stück und einem offiziellen Ausgabepreis von 151,00 Euro herausgebracht. Das Motif ist eine Eiche.

Die 200-Euro-Goldmünze aus Griechenland
Zu den Münzen aus anderen EU-Ländern gibt es z.B. eine 200-Euro-Goldmünze aus Griechenland aus dem Jahr 2003 mit einer Auflage von 1000 Stück bei einem Goldgehalt von 1 Unze sowie 16 verschiedene 200-Euro-Goldmünzen aus Spanien mit teilweise mehreren pro Jahrgang, wobei diese Münzen lediglich zu knapp 13,5 g aus Gold bestehen.

Die größte Euro-Goldmünze ist übrigens die 2004 hergestellte Wiener-Philharmoniker-Goldmünze aus Österreich mit einem Nominalwert von unglaublichen 100.000 Euro bei einem Gewicht von 1000 Unzen (ca. 31,1 Kg), einem Durchmesser von 37 cm und einer Dicke von 2 cm. Der Feingehalt dieser "Münze" liegt bei 99,99% und die Auflage bei 15 Stück.

Im Jahr 2000 veranlasste die deutsche Regierung die Bundesbank per Gesetz, für 2001 eine besondere 1 DM Goldmünze mit 99,9% Feingehalt herauszubringen, die an das Ende der Deutschen Mark erinnern sollte. Diese Goldmünze hatte dasselbe Design und dieselben Maße wie die normale, alte 1 DM Münze. Die Auflagezahl dieser besonderen Goldmünze beläuft sich auf ganze 1 Million.

Allgemein lässt sich sagen, dass die Euro-Goldmünzen nicht so sehr für reine Anlagezwecke geeignet sind, da man hier i.d.R. mehr als den reinen Goldpreis zahlt. Hierfür empfiehlt sich eher der Ankauf anderer moderner Anlagemünzen, wie z.B. dem Krügerrand, oder aber auch Goldbarren. Dennoch sind die Euro-Goldmünzen sicherlich sehr interessant, wenn man persönlich auch gerne sammelt.

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